Nie wieder Nackenschmerzen: So befestigst du deine Kamera sinnvoll am Rucksack
Nie wieder
Nackenschmerzen: So befestigst du deine Kamera sinnvoll am Rucksack
Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon mal
nach einer dreistündigen Wanderung fluchend die Kamera in den Rucksack
gestopft, nur um fünf Minuten später den perfekten Hirsch, den krassesten
Lichteinfall oder den seltenen Vogel zu verpassen?
Das Problem ist altbekannt. Der
Standard-Nackengurt baumelt beim Laufen nervig vor dem Bauch herum, scheuert am
Hals oder lässt die Kamera bei jedem Schritt gegen das Objektiv schlagen. Aber
die Kamera im Rucksack zu lassen, ist für Schnappschüsse der Tod.
Hier sind die drei besten Wege, wie du dein
Equipment so an deinem Fotorucksack befestigst, dass du den Kopf (und die
Hände) frei hast.
1. Der
Gamechanger: Das Clip-System (z. B. Peak Design Capture Clip)
Wenn mich jemand fragt, ist das die Königsklasse.
Das Prinzip ist simpel: Du schraubst eine kleine Platte unter deine Kamera und
klemmst ein Gegenstück direkt an den Schultergurt deines Rucksacks.
- Der
Vorteil: Die Kamera sitzt bombenfest am Gurt, direkt
auf Brusthöhe. Mit einem Klick ist sie frei, mit einem Schieber wieder
gesichert.
- Das
Gefühl: Man fühlt sich ein bisschen wie ein Cowboy
mit einem Holster. Es ist extrem effizient, weil das Gewicht der Kamera
auf das Tragesystem des Rucksacks übertragen wird.
- Kleiner
Haken: Bei sehr schweren Vollformat-Kameras mit
70-200mm Brocken kann es einseitig etwas ziehen. Da hilft es, den
Brustgurt des Rucksacks eng zu schnallen.
2. Die
„Eingeschleifte“ Lösung: Kamera-Straps an den D-Ringen
Die meisten guten Fotorucksäcke haben an den
Schultergurten kleine D-Ringe aus Metall oder Kunststoff. Viele Hersteller (wie
zum Beispiel Cosyspeed oder auch Peak Design) bieten Schlaufen an, mit denen du
den Kameragurt direkt in den Rucksack einklinkst.
- Warum das
gut ist: Das Gewicht lastet nicht mehr auf deinem
Nacken, sondern auf den gepolsterten Rucksackgurten.
- Der Clou: Die
Kamera baumelt vor deiner Brust, kann aber nicht tief fallen.
- Nachteil: Du hast
ständig Strippen vor der Brust hängen. Das kann beim An- und Ausziehen des
Rucksacks fummelig werden.
3. Für Profis:
Das Holster am Hüftgurt
Wenn du Rückenprobleme hast oder eine wirklich
schwere Ausrüstung schleppst, ist der Hüftgurt dein bester Freund. Es gibt
spezielle Halterungen, die man wie eine Gürteltasche am Beckengurt des
Rucksacks befestigt.
- Der
Benefit: Dein Oberkörper ist komplett frei. Das
Gewicht liegt auf der Hüfte, was physiologisch gesehen am sinnvollsten
ist.
- Ideal
für: Lange Trekkingtouren, bei denen man ohnehin
schon mit dem Gewicht kämpft.
Mein
persönliches Fazit
Ich habe jahrelang experimentiert. Mein Favorit
bleibt der Clip am Schultergurt. Es gibt einfach nichts Besseres, als
die Kamera mit einer Handbewegung griffbereit zu haben, wenn das Licht gerade
für genau 30 Sekunden perfekt ist.
Ein kleiner Pro-Tipp am Rande: Egal für
welches System du dich entscheidest – sicher die Kamera immer zusätzlich mit
einer kleinen Handschlaufe. Sicher ist sicher, und nichts ist ärgerlicher als
ein teures Objektiv, das den Abhang runtersegelt, nur weil man im Eifer des
Gefechts nicht richtig eingeklickt hat.
Wie macht ihr das? Seid ihr Team "Immer in
der Hand" oder habt ihr auch schon euer perfektes System gefunden?
Schreibt’s mir in die Kommentare!
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