Fujifilm X100-Serie: Die Vorgänger der X100VI im ultimativen Check
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Fujifilm X100-Serie: Die Vorgänger der X100VI im ultimativen Check
Die Fujifilm
X100VI hat den Hype um kompakte Premium-Kameras auf ein neues Level gehoben.
Doch mit einem Preisschild, das oft weit über der UVP liegt, und monatelangen
Wartezeiten stellen sich viele Fotografen die Frage: Muss es wirklich das
neueste Modell sein?
Die Geschichte
der X100-Serie ist eine Evolution der Perfektion. Jedes Modell hat seinen
eigenen Charakter. Wir analysieren, ob die Vorgänger auch 2026 noch eine
Daseinsberechtigung in deiner Fototasche haben.
1. Fujifilm X100V: Die fast perfekte Alternative
Die X100V
(erschienen 2020) war der erste große Umbruch der Serie. Für viele ist sie der
„Sweet Spot“.
- Das Objektiv-Upgrade: Mit der
„V“ führte Fujifilm die zweite Generation des 23mm $f/2.0$ Objektivs ein.
Es ist schärfer, verzeichnet weniger und ist endlich makrotauglich ohne
„Glow“-Effekt bei Offenblende.
- Wetterfestigkeit: In
Kombination mit einem Adapterring und einem Schutzfilter ist die X100V
(wie auch die VI) gegen Spritzwasser und Staub geschützt.
- Das Display: Erstmals
gab es ein bündig abschließendes Klappdisplay, das Street-Fotografie aus
der Hüfte ermöglicht, ohne die schlanke Silhouette der Kamera zu stören.
Warum die
X100V 2026 kaufen?
Wenn du keine
40 Megapixel für riesige Drucke brauchst und selten Videos aus der freien Hand
drehst (wo der IBIS der VI glänzt), ist die X100V technisch zu 90 % identisch.
Die Bildqualität des 26 MP X-Trans IV Sensors ist legendär und bietet oft ein
etwas besseres Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten als der extrem
hochauflösende Sensor der VI.
2. Fujifilm X100F: Die Seele der Serie
Die X100F
(2017) gilt unter Puristen als der heimliche Favorit. Sie markiert den Übergang
von der „alten“ zur „modernen“ Fuji-Welt.
- Der Sensor: Der 24
MP X-Trans III Sensor ist für viele der „analogste“ digitale Sensor. Die
Farbwiedergabe ist hervorragend, und das Korn wirkt organischer als bei
den neueren Modellen.
- Haptik: Die
X100F besitzt noch das fest verbaute Display. Das macht sie gefühlt noch
ein Stück robuster. Zudem war sie das erste Modell mit dem Fokus-Joystick
– ein Gamechanger für die Ergonomie.
- Das
"Vintage"-Objektiv: Hier ist noch die Optik der ersten
Generation verbaut. Bei $f/2.0$ und im Nahbereich ist sie etwas weich. Was
Techniker stört, lieben Porträtfotografen für den verträumten Look.
Urteil: Wer den
„Analog-Vibe“ sucht und wem 4K-Video egal ist, findet hier eine Kamera mit
Seele, die gebraucht oft nur die Hälfte der X100VI kostet.
3. Fujifilm X100T: Der preiswerte Einstieg
Die X100T
(2014) war das erste Modell, das den „Electronic Rangefinder“ (ein kleines
digitales Bild im optischen Sucher zur Fokuskontrolle) einführte.
- Technik: 16
Megapixel klingen wenig, reichen aber für Social Media und Drucke bis DIN
A3 völlig aus.
- Einschränkungen: Der
Autofokus ist deutlich langsamer als bei der „F“ oder „V“. Gesichts- und
Augenerkennung stecken hier noch in den Kinderschuhen.
- Vorteil: Die
X100T ist oft der Einstieg in die Welt der Filmsimulationen (Classic
Chrome ist hier bereits an Bord).
4. Die Klassiker: X100S und das Original (X100)
Diese Kameras
sind heute eher Sammlerstücke oder für absolute Entschleunigungs-Fans.
- X100S: Ein
solider 16 MP Sensor, aber die Bedienung ist im Vergleich zu modernen
Kameras zäh.
- X100 (Original): Sie
nutzt einen Bayer-Sensor (kein X-Trans). Viele behaupten, sie hätte
die schönsten Farben und eine fast CCD-artige Bildanmutung. Die
Performance ist jedoch „vintage“ – langsames Speichern, träger Fokus und
ein Menü aus einer anderen Ära.
Direkter Vergleich: Was verlierst du beim Blick
zurück?
|
Feature |
X100VI |
X100V |
X100F |
|
Auflösung |
40,2 MP |
26,1 MP |
24,3 MP |
|
Stabilisator
(IBIS) |
Ja (bis 6
Stopps) |
Nein |
Nein |
|
Autofokus |
KI-basiert
(Vögel, Autos, etc.) |
Schnell
(Gesicht/Auge) |
Solide
(Punktfokus) |
|
Filmsimulationen |
20+ (inkl.
Reala Ace) |
17 |
15 |
|
Objektiv |
Neue
Generation (Scharf) |
Neue
Generation (Scharf) |
Alte
Generation (Charakter) |
|
Video |
6.2K, 10-Bit |
4K, 8-Bit |
Full HD
(rudimentär) |
Analyse: Lohnt sich die Investition?
Im Jahr 2026
sind die Gebrauchtpreise für die X100V stabil geblieben, da die
Nachfrage nach kompakten Kameras ungebrochen ist. Die X100F hingegen hat
sich als preisstabiler Klassiker etabliert.
Für wen ist welches Modell?
- Die X100V ist für dich,
wenn: Du eine moderne Kamera willst, die keine technischen Wünsche offen
lässt, aber keine Lust auf den „40-Megapixel-Pixelwahn“ und die damit
verbundenen großen Dateigrößen hast.
- Die X100F ist für dich,
wenn: Du Street-Fotografie pur betreibst, den Look des alten Objektivs
magst und ein begrenztes Budget hast.
- Die X100VI ist für dich,
wenn: Du professionelle Video-Features brauchst, viel croppen (zuschneiden)
musst oder bei schlechtem Licht ohne Stativ (dank IBIS) fotografieren
willst.
Fazit: Kaufen oder Warten?
Die Vorgänger
der Fujifilm X100VI sind nicht einfach nur „alte Kameras“ – sie sind Werkzeuge
mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wer auf den Bildstabilisator
verzichten kann, findet in der X100V die vielleicht vernünftigste Kamera
der Serie. Wer das Fotografieren um des Fotografierens willen liebt, wird mit
der X100F glücklicher sein als mit jedem anderen Modell.
Abschluss-Tipp: Wenn du ein
gebrauchtes Modell kaufst, achte auf das Zubehör. Ein Daumengriff (Thumb Grip)
und ein hochwertiger Auslöseknopf (Soft Release Button) verändern das Handling
massiv!
Welches Modell
der X100-Serie reizt dich am meisten, oder bist du eher der Typ für
Wechselobjektive?
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