Fujifilm im Kriegseinsatz: Warum manche Kriegsfotografen bewusst zur X-Serie greifen
Fujifilm im Kriegseinsatz: Warum manche Kriegsfotografen bewusst zur X-Serie greifen
Wenn von Kriegsfotografie die Rede ist, denken
viele zuerst an große Profi-DSLRs oder schwere Vollformat-Boliden mit massiven
Teleobjektiven. Doch in der Praxis zeigt sich ein anderes Bild: Auch Fujifilm-Kameras
werden von Fotojournalisten und Dokumentarfotografen in Konflikt- und
Krisengebieten eingesetzt – nicht als Massenstandard aller Agenturen, aber als
bewusst gewähltes Werkzeug für bestimmte Arten der Reportage.
Besonders auffällig ist dabei ein Muster:
Fujifilm wird vor allem dort eingesetzt, wo Fotografen nah am Menschen, unauffällig
und beweglich arbeiten müssen. Genau diese Eigenschaften tauchen in
mehreren dokumentierten Beispielen immer wieder auf. ()
Wo Fujifilm im
journalistischen Konfliktumfeld eingesetzt wurde
Die belegten Beispiele reichen von Libyen
über die Ukraine bis nach Irak, Syrien und in den israelisch-palästinensischen
Kontext.
Der französische Kriegsfotograf Eric Bouvet
berichtet, dass er bereits 2011 in Tripolis/Libyen mit der Fujifilm
X100 arbeitete. Für den Maidan in Kyjiw 2014 nennt er außerdem die X-T1
sowie ein Setup mit X-Pro-Kameras, das er wegen seiner Leichtigkeit,
Schnelligkeit und Diskretion ausdrücklich für Konfliktfotografie lobt. ()
Auch Adam Dobby ist ein starkes Beispiel.
In seinem Fujifilm-Interview werden Bilder aus Bagdad, dem Fallujah
District, Idlib und der syrischen Wüste gezeigt, die mit der Fujifilm
X100S aufgenommen wurden. Dobby beschreibt den Vorteil eines kleinen,
robusten und nicht einschüchternden Systems – gerade in Umgebungen, in denen
Nähe und Vertrauen wichtig sind. ()
Der spanische Fotograf Ricardo García Vilanova,
bekannt für seine Arbeit in Syrien, Libyen, Mosul, Raqqa
und anderen Krisenräumen, beschreibt sein Arbeitsset als Fujifilm X-T2
mit einem XF10-24mmF4 und einer kleinen XQ1 als Backup. Für ihn
sind geringes Gewicht, wenig Platzbedarf und die Arbeit mit Weitwinkel
entscheidend. Ein prämiertes World-Press-Photo-Bild aus den Protesten in Bagdad
2019 ist technisch mit einer Fujifilm X-T3 dokumentiert. ()
Hinzu kommt Antonio Faccilongo, dessen
Langzeitprojekt „Habibi“ im Kontext von Westjordanland und Gaza
laut Fujifilm vollständig mit Fujifilm-Kameras und -Objektiven entstand. World
Press Photo nennt für ein ausgezeichnetes Bild aus dem Projekt die Fujifilm
XT1; Faccilongo selbst beschreibt die X-Pro1 als Ausgangspunkt
seiner Fujifilm-Arbeit. ()
Welche
Fujifilm-Modelle besonders auffallen
Wenn man nur diese belegten Einsätze betrachtet,
kristallisieren sich vor allem drei Kameralinien heraus:
1. X100 / X100S
Diese Kameras stehen für maximale Unauffälligkeit. Sie sind klein, leicht und
ideal für Situationen, in denen ein Fotograf sehr nah an Menschen arbeiten muss
– etwa in Städten, Lagern, Notunterkünften oder angespannten zivilen Umfeldern.
Der Nachteil liegt auf der Hand: Das feste Objektiv begrenzt die Flexibilität.
()
2. X-Pro-Serie
Die X-Pro-Modelle wirken wie Werkzeuge für Fotografen, die bewusst diskret
bleiben wollen. Bouvet beschreibt sein X-Pro-Setup im Konfliktumfeld als
leicht, schnell, diskret und mobil. Das spricht besonders für Reportagen, bei
denen Präsenz stören oder gefährlich werden kann. ()
3. X-T-Serie
Mit X-T1, X-T2 und X-T3 taucht die klassische Fujifilm-Reportagekamera
immer wieder auf. Sie bietet mehr Flexibilität bei den Objektiven, bleibt aber
kompakter als viele traditionelle Presse-Setups. Gerade die Kombination aus
Wechseloptik, geringem Gewicht und schneller Bedienung scheint für
dokumentarische Arbeit in Krisengebieten attraktiv zu sein. ()
Warum Fujifilm
für manche Kriegsfotografen interessant ist
Die dokumentierten Beispiele zeigen keinen
vollständigen Marktüberblick über alle Kriegsfotografen. Aber sie zeigen klar, warum
Fujifilm in diesem Bereich überhaupt gewählt wird:
- unauffällige
Kameragehäuse
- geringes
Gewicht
- schnelle,
direkte Bedienung
- starke
Weitwinkel- und Festbrennweiten-Setups
- gute
Eignung für Nähe, Bewegung und Reportage aus dem Geschehen heraus
Genau darin liegt vermutlich die eigentliche
Stärke von Fujifilm im journalistischen Konfliktumfeld: nicht unbedingt als
Standardlösung für jede Agentur und jeden Frontabschnitt, sondern als bewusstes
Werkzeug für Fotografen, die leise, nah und beweglich arbeiten wollen. ()
Fazit
Fujifilm-Kameras sind im Kriegseinsatz kein
Mythos, sondern real dokumentiert. Die belegten Fälle zeigen Einsätze in Libyen,
Ukraine, Irak, Syrien sowie im Westjordanland/Gaza. Besonders häufig
tauchen dabei X100/X100S, X-Pro1 und X-T1/X-T2/X-T3 auf.
Fujifilm Kameras im Einsatz von Kriegsberichterstattern/Journalisten. Wo werden sie eingesetzt, welche Modelle werden verwendet.
Fujifilm wird tatsächlich von
Kriegs-/Konfliktfotografen und Fotojournalisten eingesetzt. In
den öffentlich belegbaren Fällen, die ich gefunden habe, tauchen Fujis vor
allem in Ukraine, Libyen, Syrien, Irak
sowie im Westjordanland/Gaza auf
Konkrete belegbare Beispiele
·
Eric Bouvet
(französischer Kriegsfotograf): Laut Fujifilm-Profil hat er zahlreiche
Konflikte dokumentiert, darunter Afghanistan, Irak, Iran, Libanon,
Tschetschenien, Sudan, Somalia, Jugoslawien, Israel, Nordirland, Kurdistan,
Ruanda und Libyen. In seinem eigenen Fujifilm-Bericht schreibt er, dass er im August 2011 in Tripolis/Libyen mit der X100
gearbeitet hat. Für die Maidan-Proteste in
Kyjiw im Februar 2014 nennt er ausdrücklich die X-T1 mit XF23mmF1.4 und XF56mmF1.2.
Später beschreibt er die X-Pro3
mit XF23/35/50mm F2 als sehr
geeignetes Reportage-Set.
·
Adam Dobby:
Seine konfliktbezogenen Fujifilm-Bildlegenden nennen konkret Bagdad, Fallujah District (Irak), Idlib Governate und die syrische Wüste. Die Bilder sind dort jeweils mit FUJIFILM X100S gekennzeichnet. Dobby
sagt außerdem explizit, dass er in Konfliktzonen eine einfache, robuste, unauffällige Festbrennweitenkamera
schätzt.
·
Ricardo
García Vilanova: World Press Photo beschreibt ihn als Fotografen mit
Schwerpunkt Konfliktzonen und humanitäre
Krisen; die technische Info zu seinem 2020er WPP-Bild nennt eine Fujifilm X-T3. In seinem
Fujifilm-Interview zu seiner Arbeit über das ISIS-Kalifat nennt er Einsatzorte
wie Sirte, Mosul, Raqqa, Kobane, Sinjar
und Tell Hariri sowie frühere Arbeit in Syrien und Libyen. Dort sagt er auch, dass sein
damaliges Arbeitsset aus X-T2 +
XF10-24mmF4 bestand, mit einer XQ1
als Backup; zuvor nutzte er eine X-T1.
·
Antonio
Faccilongo: Sein Fujifilm-Profil sagt, dass er die Folgen des palästinensisch-israelischen Konflikts im
Westjordanland und Gazastreifen dokumentiert hat. World Press Photo
beschreibt Habibi als Arbeit vor
dem Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konflikts; Faccilongo sagt
selbst, dass dieses preisgekrönte Langzeitprojekt komplett mit Fujifilm-Kameras und -Objektiven entstanden
ist. Auf seiner Fujifilm-Seite nennt er die X-Pro1 als Ausgangspunkt seines Systems; World Press
Photo listet für ein 2021er Wettbewerbsbild als Kamera Fujifilm XT1.
Welche
Fujifilm-Modelle tauchen dabei am ehesten auf?
·
X100 /
X100S – für diskrete, nahe, menschenzentrierte Arbeit in Camps,
Städten und Nachkriegssituationen.
·
X-T1 /
X-T2 / X-T3 – klassische APS-C-Reportagebodies; dokumentiert in
Ukraine-, Syrien-, Irak- und ISIS-/Breaking-News-Kontexten.
·
X-Pro1 /
X-Pro3 – eher für dokumentarische, unauffällige Langzeitarbeit und
Reportage.
·
X-H2S /
X-H2 – in den aktuelleren Fujifilm-Quellen eher als journalistische Workflow-Kameras:
Fujifilm zeigt sie mit Camera-to-Cloud
explizit für Fotojournalisten; Rory Doyle arbeitet dort mit der X-H2S, und Fujifilm nennt X-H2, X-H2S und GFX100
II als C2C-fähig.
Tabelle mit belastbarsten Quellen für Modell, Einsatzort und Kontext:
|
Fotograf |
Einsatzgebiet
/ Konfliktkontext |
Belegte
Fujifilm-Modelle |
Belegte
Objektive / Setup |
|
|
Eric Bouvet |
Tripolis/Libyen
(2011), Maidan/Kyjiw, Ukraine (2014), außerdem Konfliktarbeit u. a. in Mosul/Irak |
X100, X-T1,
X-Pro1/X-Pro |
In Kyjiw: XF23mmF1.4,
XF56mmF1.2; in einem weiteren Bouvet-Text nennt er seine zwei
X-Pro-Kameras mit 23mm und 35mm für Konfliktfotografie. |
|
|
Adam Dobby |
Bagdad, Fallujah
District (Irak), Idlib Governate (Syrien), syrische Wüste |
X100S |
Fest
verbaute Linse der X100S; Dobby betont das kleine, unauffällige, robuste
Setup für Konfliktzonen. |
|
|
Ricardo
García Vilanova |
Syrien, Libyen,
Aleppo, Sirte, Mosul, Raqqa, Kobane, Sinjar,
Tell Hariri |
X-T1, X-T2,
X-T3, XQ1 (Backup) |
Belegt
genannt: X-T2 + XF10-24mmF4, dazu XQ1 als Backup; ein
World-Press-Photo-Beitrag nennt für ein prämiertes Bild ausdrücklich X-T3.
|
|
|
Antonio
Faccilongo |
Westjordanland und Gaza,
Langzeitdokumentation der Folgen des israelisch-palästinensischen Konflikts |
X-Pro1, X-T1 |
Faccilongo
schreibt, dass „Habibi“ vollständig mit Fujifilm-Kameras und -Objektiven
entstanden ist; World Press Photo nennt für ein ausgezeichnetes Bild Fujifilm
XT1. |
Verdichtung nach Modellen: In den belegten
Konflikt-/Kriegsreportage-Beispielen tauchen besonders häufig X100/X100S,
X-T1/X-T2/X-T3 sowie X-Pro1/X-Pro auf. Das Muster ist klar: eher kleine,
unauffällige APS-C-Kameras mit Weitwinkel oder kleinen Festbrennweiten
als große, auffällige Tele-Setups.
|
Modell |
Belegt bei / Einsatz |
Wofür im Konfliktjournalismus geeignet |
Warum dieses Modell auffällt |
|
X100 / X100S |
Eric Bouvet nutzte die X100
2011 in Tripolis/Libyen; Adam Dobby nutzte die X100S u.
a. in Fallujah, Bagdad, Idlib und der syrischen Wüste.
|
Nahe,
unauffällige Reportage, Lager, urbane Zivilsituationen, Portraits im
direkten Kontakt. |
In den
Quellen wird genau das betont: klein, unauffällig, robust, mit festem
Objektiv und wenig Aufmerksamkeit für die Kamera selbst. |
|
X-Pro1 |
Eric Bouvet setzte die X-Pro1
auf dem Maidan in Kyjiw ein; er beschreibt zwei X-Pro-Kameras mit 23
mm und 35 mm ausdrücklich als „perfect for conflict
photography“. |
Diskrete
Frontline-Reportage und Arbeiten sehr nah am Geschehen. |
Das belegte
Profil ist: leicht, schnell, diskret, mobil – also ideal, wenn große
Kameras zu viel Aufmerksamkeit erzeugen. |
|
X-T1 |
Bouvet nutzte die X-T1
im Februar 2014 auf dem Maidan mit XF23mmF1.4 und XF56mmF1.2;
Antonio Faccilongo’s preisgekröntes Projekt „Habibi“ wurde laut
World Press Photo/Fujifilm mit X-T1 aufgenommen. |
Klassischer
Allround-Reportagebody für Konflikt, wenn man Wechselobjektive
braucht, aber noch relativ kompakt bleiben will. |
Bei Bouvet
ist die X-T1 mit lichtstarken Festbrennweiten direkt in einer gefährlichen
Protest-/Krisensituation belegt; bei Faccilongo in langfristiger
Dokumentation im israelisch-palästinensischen Kontext. |
|
X-T2 |
Ricardo
García Vilanova nennt als aktuelles Arbeitsset in seiner
ISIS-/Syrien-/Libyen-Arbeit die X-T2 mit nur einem XF10-24mmF4,
plus XQ1 als Backup; zuvor arbeitete er mit X-T1. |
Weitwinkel-lastige
Konfliktreportage mit einem leichten
Ein-Kamera-/Ein-Objektiv-Setup. |
Vilanova
erklärt selbst, dass er im Kriegsfotojournalismus bewusst mit Weitwinkel
arbeitet, um den Kontext mitzunehmen, und dass Gewicht und Platz für
ihn entscheidend sind. |
|
X-T3 |
Für Ricardo
García Vilanovas World-Press-Photo-Bild „Unconscious Protester during the
Tishreen Revolution“ ist die X-T3 als Kamera technisch
dokumentiert; World Press Photo beschreibt ihn als Fotografen mit Fokus auf Konfliktzonen
und humanitäre Krisen. |
Breaking
News, Proteste, Low-Light-Newsbilder. |
Die belegte
Nutzung zeigt die X-T3 in einem hochdynamischen, aktuellen
Konflikt-/Protestkontext. |
|
X-H1 |
Yasuyoshi
Chiba’s World Press Photo of the Year „Straight Voice“ aus den Sudan-Protesten
in Khartum wurde laut Fujifilm auf X-H1 aufgenommen; World Press
Photo ordnet das Bild klar in den gewaltsamen Protestkontext 2019 ein. |
Aktuelle
Protest- und Krisenlagen, auch bei schwierigerem Licht. |
Das belegte
Beispiel zeigt die X-H1 nicht in Langzeitdoku, sondern in einer akuten
politischen Krisenszene. |
|
GFX 50S |
Eric Bouvet nutzte die GFX
50S in Mosul/Irak während der Kämpfe gegen ISIS und nennt sie
dabei eine „real field camera“. |
Sonderfall
für Frontline-Arbeit mit maximaler Bildqualität, aber eher nicht
das typische Standard-Setup. |
Das Beispiel
ist real und interessant, bleibt aber eher eine Ausnahme als der
verbreitete Fujifilm-Kriegsreportage-Standard. |
Verdichtung: Wenn man nur die belegten
Konflikt-/Kriseneinsätze anschaut, wirken X100/X100S, X-Pro1
und X-T1/X-T2/X-T3 wie die eigentlichen Fujifilm-Arbeitspferde: klein,
relativ unauffällig, mobil, oft mit Weitwinkel oder kleinen
Festbrennweiten. GFX 50S ist belegt, aber eher die Ausnahme
Nutzwert-Tabelle
|
Modell |
Vorteile im Kriegseinsatz |
Nachteile im Kriegseinsatz |
Typische Objektive im belegten Einsatz |
Quellen |
|
X100 / X100S |
Sehr unauffällig,
leicht, schnell im Nahbereich; gut für menschliche Nähe, Lager,
zivile Situationen, enge Räume. Dobby beschreibt die Kamera ausdrücklich als
klein, robust und wenig einschüchternd für die fotografierten Personen. |
Wenig
Flexibilität, weil festes Objektiv; bei Distanz,
Schutzabstand oder wechselnden Distanzen klar limitiert. |
Fest
eingebautes Objektiv der X100/X100S; Dobby betont gerade den
festen, einfachen Ansatz im Konflikteinsatz. |
Adam Dobby
in Irak/Syrien mit X100S. |
|
X-Pro1 |
Sehr gut für
diskrete Frontline-Reportage: Bouvet beschreibt sein X-Pro-Setup
ausdrücklich als leicht, schnell, diskret, mobil. |
Weniger
ideal, wenn man häufig zwischen sehr verschiedenen Bildwinkeln wechseln muss;
stärker auf bewusste, nahe Reportage ausgelegt als auf „alles mit einer
Kamera“. |
Bei Bouvet
belegt: 23mm und 35mm; zusätzlich nennt er auch XF56mmF1.2
im Maidan-Kontext. |
Bouvet,
Maidan/Kyjiw. |
|
X-T1 |
Klassischer Allround-Reportagebody:
kompakt genug, um in gefährlichen Lagen nicht unnötig aufzufallen, aber
flexibel genug für Wechseloptiken. Bouvet betont in Kyjiw den Vorteil, „unsichtbar“
zu bleiben. |
Größer und
auffälliger als X100/X-Pro; nicht ganz so reduziert und still im Auftreten
wie ein Rangefinder-/Fixed-Lens-Setup. |
Bei Bouvet
belegt: XF23mmF1.4 und XF56mmF1.2. Bei Faccilongo ist die X-T1
für ein preisgekröntes Bild aus Habibi technisch dokumentiert, ohne
Objektivangabe in der WPP-Technikseite. |
Bouvet/Faccilongo.
|
|
X-T2 |
Stark für leichte
Weitwinkel-Reportage: Ricardo García Vilanova nennt bewusst ein Ein-Kamera-/Ein-Objektiv-Setup,
um Gewicht zu sparen und den Kontext im Bild zu halten. |
Weniger
Reichweite und Spezialisierung, wenn man Tele oder mehrere Brennweiten
braucht; das minimalistische Setup ist effizient, aber bewusst eingeschränkt. |
Klar belegt:
XF10-24mmF4; dazu XQ1 als Backup. |
García
Vilanova zu Syrien/Libyen/ISIS-Kontexten. |
|
X-T3 |
Belegt in akutem
Protest-/Breaking-News-Kontext; damit plausibel stark für schnelle,
dynamische News-Lagen bei wenig Licht. |
In den hier
geprüften Quellen ist kein Objektiv konkret genannt; deshalb lässt
sich das konkrete Systemverhalten schlechter einordnen als bei X-T2 oder
X-T1. |
Im konkret
belegten World-Press-Photo-Fall: Objektiv nicht genannt. Beim selben
Fotografen ist allerdings insgesamt eine klare Weitwinkel-Arbeitsweise
dokumentiert. |
World Press
Photo + García Vilanova-Profil. |
|
X-H1 |
Eher die robustere,
„newsigere“ Fujifilm-Variante für harte aktuelle Protest- und
Krisenlagen; das belegte Chiba-Beispiel zeigt sie in einer hochdynamischen
politischen Ausnahmesituation. |
Weniger
diskret als X100/X-Pro; eher Werkzeug für den akuten News-/Protestmoment als
für maximale Unsichtbarkeit. |
In der hier
geprüften Quelle zu Straight Voice: Objektiv nicht genannt. |
Fujifilm/WPP
zu Yasuyoshi Chiba. |
|
GFX 50S |
Überraschend
als Feldkamera belegt: Bouvet nutzte sie in Mosul/Irak und
beschreibt sie ausdrücklich als real einsetzbar im Feld, mit sehr hoher
Bildqualität auch in schwierigen Situationen. |
Für viele
Kriegsreporter wohl eher Ausnahme als Standard: größerer Fokus auf
Bildqualität als auf maximale Unauffälligkeit und Minimalismus. |
In der
Mosul-Stelle wird kein Objektiv genannt. |
Eric Bouvet,
Mosul. |
Wenn man nur die belegten
Konflikt-/Kriseneinsätze anschaut, dann wirken X100/X100S
und X-Pro1 am stärksten als diskrete Nahdran-Kameras,
während X-T1/X-T2/X-T3/X-H1
eher die flexibleren
Reportage-/News-Bodies sind; die GFX 50S ist real belegt, bleibt
aber eher der Sonderfall.
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