Wie mich im Heidelberger Zoo ein Affe beim Fotografieren mit Dreck beworfen hat

Wie mich im Heidelberger Zoo ein Affe beim Fotografieren mit Dreck beworfen hat

Es gibt diese Tage, die man niemals vergisst. Nicht wegen eines atemberaubenden Sonnenuntergangs, eines perfekten Fotos oder einer besonderen Begegnung – sondern weil man mitten im Heidelberger Zoo von einem Affen mit Dreck beworfen wird.

Ja, genau so ist es passiert. Und ja, ich hatte meine Sony-Kamera in der Hand.
Damals war ich noch voller fotografischer Euphorie, motiviert bis in die Haarspitzen und überzeugt davon, dass ich an diesem Tag das perfekte Tierfoto schießen würde.

Spoiler: Ich bekam stattdessen ein Naturerlebnis der… etwas anderen Art.

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Mein Fototag im Heidelberger Zoo beginnt vielversprechend

Ich war früh im Zoo Heidelberg, das Licht war gut, die Tiere waren aktiv, und ich hatte meine alte Sony-Kamera dabei, auf die ich damals richtig stolz war. Ich weiß noch genau, wie ich mit dem Gefühl herumgelaufen bin: Heute entstehen richtig gute Bilder.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man sich schon vor dem ersten Foto wie ein Profi fühlt?
Genau so war ich unterwegs.

Ich fotografierte erstmal alles, was mir vor die Linse kam: Flamingos, Ziegen, ein sehr entspanntes Faultier – und dann kam ich zum Affengehege.

Der Moment, in dem ich dem Affen wohl zu interessiert war

Am Affengehege angekommen, dachte ich mir: Das wird’s. Jetzt kommen die coolen Aufnahmen.
Ein Affe saß da, ziemlich ruhig, fast schon majestätisch. Er wirkte wie das perfekte Motiv. Ich ging ein kleines Stück näher, zoomte mit meiner Sony ran und konzentrierte mich total auf den Fokus.

Ich war in meiner Fotografen-Welt. Blende, Perspektive, Licht, Ausdruck.

Was ich in dem Moment komplett unterschätzt habe:
Der Affe hatte offenbar ebenfalls Interesse – allerdings nicht an meiner Fotokunst, sondern eher an meiner Existenz.

Er schaute mich an. Ich schaute zurück. Ein stiller Moment. Fast magisch.

Dann griff er nach unten.

Und plötzlich flog Dreck in meine Richtung

Im ersten Augenblick dachte ich noch: Ach, wie süß, er bewegt sich ein bisschen.
Im zweiten Augenblick dachte ich gar nichts mehr, weil bereits ein Klumpen Dreck in meine Richtung flog.

Und zwar erstaunlich präzise.

Ich stand da mit meiner Sony-Kamera, komplett überrascht, während um mich herum ein paar Leute entweder erschrocken oder schon am Lachen waren. Vermutlich beides. Ich war jedenfalls für ein paar Sekunden in einer Mischung aus Schock, Unglauben und dem Gedanken:

„Hat mich gerade wirklich ein Affe beworfen?“

Die Antwort war eindeutig:
Ja. Hat er.

Die Reaktion der anderen Besucher: wenig Mitleid, viel Unterhaltung

Falls ihr euch fragt, ob mir jemand tröstend die Hand auf die Schulter gelegt hat: nein.
Die meisten fanden es einfach unfassbar lustig. Und ganz ehrlich? Heute kann ich es ihnen nicht mal verübeln.

Da steht jemand geschniegelt mit Kamera am Gehege, will das perfekte Tierfoto machen – und wird vom Motiv höchstpersönlich „kritisiert“.

Ein Kind in der Nähe sagte sogar etwas in Richtung:
„Mama, der Affe hat den Fotografen getroffen!“

Ich war in dem Moment zwar nicht begeistert, aber rückblickend ist es einfach eine großartige Story.

Meine Sony-Kamera hat überlebt (zum Glück)

Mein erster Blick ging natürlich sofort zur Kamera.
Damals war meine Sony-Kamera mein ganzer Stolz, und ich hatte kurz Panik, dass sie etwas abbekommen hat. Glücklicherweise ist alles heil geblieben. Ein paar Flecken hier und da – aber nichts, was sich nicht reinigen ließ.

Ich selbst sah vermutlich etwas mitgenommener aus.

Aber hey: Die Kamera lebt, ich habe eine Geschichte für die Ewigkeit, und der Affe hatte offensichtlich den besseren Tag.

Was ich an dem Tag gelernt habe

Dieser Tag im Heidelberger Zoo hat mir mehr beigebracht als manch Fototutorial:

  • Tiere sind unberechenbar.
  • Affen haben Humor (oder Zielgenauigkeit).
  • Das perfekte Foto ist nicht immer das beste Erlebnis.
  • Und: Man sollte sich nie zu sicher fühlen, nur weil man eine Kamera in der Hand hat.

Manchmal sind es eben genau diese chaotischen Momente, die einen Ausflug unvergesslich machen.

Warum ich trotzdem jederzeit wieder in den Zoo Heidelberg gehen würde

Trotz – oder gerade wegen – dieser Aktion denke ich immer wieder gern an meinen Besuch im Zoo Heidelberg zurück. Der Zoo ist wirklich schön gemacht, man kann viel entdecken, und wenn man Tiere fotografieren mag, ist er auf jeden Fall einen Besuch wert.

Man sollte nur eines mitbringen:

  1. Geduld
  2. Humor
  3. Und vielleicht einen Sicherheitsabstand zum Affengehege 😄

Fazit: Mein lustigstes Tierfoto ohne richtiges Foto

Das Verrückte ist: Ich kann mich an diesen Moment besser erinnern als an viele Fotos, die ich an dem Tag gemacht habe. Der Affe hat mir zwar keinen Fotopreis beschert, aber definitiv eine meiner besten Geschichten.

Und wenn ich heute an meine alte Sony-Kamera denke, muss ich immer grinsen.
Sie war damals dabei, als ich im Heidelberger Zoo fotografieren wollte – und stattdessen unfreiwillig Teil einer Affen-Komödie wurde.

Wenn ihr also mal im Zoo unterwegs seid und denkt, ihr habt alles im Griff:
Ein Affe könnte anderer Meinung sein.

Alle Fotos mit der Sony Alpha 7RII und dem 70-200/4.0

 

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